Auch ein Twin-Forum, indem sich die Kommentare zum Blog "Semiotik" zu einer Diskussion entfalten können.
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27.05.2011 10:04
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16.07.2011 12:09
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Zum Modallogik-Kommentar von Anschlag:
"Diverse Überlegungen über die geistige Präformation der Wahrnehmung wie z.B. in der Idee verschiedener Farbformen bei Ernst Cassirer sind dann also Scheinprobleme der Philosophie? Oder *Heuristika* der Kognitionswissenschaften? Hilft der "linguistic turn" ? Oder die Semiotik ? Gibt es da einer wissenschaftlichen Deskription zugängliche Regeln? (Oder gerade nicht notwendigerweise sondern nur neben extraregulären situativen Bedeutungskonstitutionen of signs acting in action....)"
Zum Beispiel die Ausführungen von Alois Andermatt "Semiotik und das Erbe der Transzendentalphilosophie. Die semiotischen Theorien von Ernst Cassirer und Charles Sanders Peirce im Vergleich" (2007) behandeln genau das, lesen sich aber angesichts der Möglichkeit, einfach zu sagen, dass Instanziierungen im analytischen Kontext immer notwendig und damit nicht empirisch 'erscheinen' - also das Empirische an ihnen gerade nicht erfasst wird, als typisches langes Reden über Scheinprobleme. Die eigentliche Frage ist, ob das Paradox, das in der Logik ja definitiv daraus entsteht, die Situation richtig erfasst. Das ist eigentlich das Dilemma, von dem man prüfen müsste, ob der Linguistic Turn oder die Semiotik, Sprechakttheorien und Ähnliches irgendeinen Beitrag zur Lösung leisten. Der logische Formalismus ist zu blind für seine analytische Kompetenz, kann man sagen. Der Widerspruch ist also eigentlich keine Absage an epistemische Ansinnen, sondern nur an den Versuch, mit formalen Mitteln die formalen Eigenschaftten der empirischen Welt zu analysieren.
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